TSV Altenholz – TSV Klausdorf – 1:5

TSV Altenholz – TSV Klausdorf – 1:5

„KLAUSDORF GEGEN KLAUSDORF“

21.07.2026
Kreispokal Kiel
Sportzentrum Klausdorf
Zuschauer: ca. 125

ALTENHOLZ – Heute wollen wir mit der nächsten Folge „Kiel classics“ steil gehen. Weil’s am vorherigen Samstag so schön war, ging es am Dienstag wieder in den Kieler Norden. Erneut an den Falckensteiner Strand. Diesmal herrschte sogar Badewetter, aber die Füßchen im Wasser sorgten für genug Sommerfeeling. Mit viel mehr Zeit im Gepäck als am Wochenende, wurde der ganze Strand abgeklappert und als Schlusspunkt ein Fischbrötchen am Leuchtturm kredenzt.

Danach fuhr der Linienbus flugs in die Gemeinde Altenholz, die in den Hauptorten Stift und Klausdorf reinen Wohnsiedlungen mit Vorstadt-Charakter entspricht. Ja, der Sportplatz von Altenholz liegt in Altenholz-Klausdorf, richtig gehört. Und der Gegner? Der kommt aus Schwentinental-Klausdorf. Um Verwechslungen mit den beiden Orten auszuschließen, wurde das Klausdorf im heutigen Spielort in den 1930er-Jahren in Altenholz umbenannt. Schwentinental gründete sich erst 2008 und ist bis heute die jüngste Stadt Schleswig-Holsteins. Nichts desto weniger musste Klausdorf an diesem Dienstag nach Klausdorf reisen.

Der TSV Altenholz hat sich vor allem im Handball einen Namen gemacht. Als ewiger Zweitligist und in den 1970er-Jahren auch in der Bundesliga. Den bekanntesten Handballspieler der TSV-Geschichte sieht man heute immer mal wieder im „Ersten“ über die Mattscheibe flimmern: Alexander Bommes. 824 Mal traf der heutige TV-Moderator für die „Wölfe“ in die Maschen.

Auch in Sachen Fußball konnte der Verein um die Jahrtausendwende aufhorchen lassen. Ende der 90er-Jahre traf man sogar in der Oberliga auf die KSV Holstein. Irgendwann wurde eine Fußball-GmbH gegründet und wieder aufgelöst. Dennoch hielt sich der Klub nach dem Rückzug der Sponsoren über 20 Jahre in der Ober- und Landesliga. Seit dem Abstieg im Frühjahr tritt der TSV nur noch in der Verbandsliga an.

Mit Klausdorf kam ein klassenhöheres Team in den Kreis Rendsburg-Eckernförde. Doch zunächst ging Altenholz nach wenigen Minuten per Traumkombination in Führung. Die Gäste mit der deutlich besseren Spielanlage konnten das Spiel nach und nach drehen. Mitte der zweiten Halbzeit, beim Stand von 1:2, lag jedoch der Ausgleich in der Luft. Ein herber Torwartfehler machte dieses Vorhaben zu Nichte und in den letzten Minuten fielen noch zwei astreine Tore von dem Akteur mit dem schönen Namen: Leon Mordhorst.

Die Anlage vom TSV Altenholz hat auch schon bessere Tage erlebt. Das Dach der Tribüne und die Sitzschalen hat man irgendwann abmontiert, etwas Ausbau ist geblieben. Aus den Betonritzen und auf der Tartanbahn wächst der Löwenzahn. Dennoch kann man den TSV und seine Anlage über den grünen Klee loben und irgendwann geht’s bestimmt wieder aufwärts. Ansonsten gibt es ja noch ziemlich hochklassigen Handball in dem Ort – in der Edgar-Meschkat-Halle wird der Ball aktuell in der 3. Liga Nord-Ost geworfen. (mm)

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert