Marmelodi Sundowns – Kaizer Chiefs – 1:1

„GUTE LAUNE EINFACH ÜBERALL“

06.05.2026
Southafrican Premier Division
Loftos Versfield Stadium
Zuschauer: 51.000

PRETORIA – Der Flughafen von Johannesburg dürfte nach dieser Reise einer der am häufigsten genutzten Flughäfen für mich sein. Somit landete ich mal wieder am O.R. Tambo Airport und ließ mich mit einem Uber in die Hauptstadt Pretoria fahren.

Zunächst stärkte ich mich bei „Eastwoods“ mit einem Burger und einem Cider. Anschließend spazierte ich den kurzen Weg weiter Richtung Stadion.

Unterwegs entdeckte ich noch eine Kaizer-Chiefs-Cap, die unbedingt als Souvenir mit musste. Mit dem neuen Modeaccessoire ging es schließlich ins WM-Stadion von 2010.
In dem 51.000 Zuschauer fassenden Stadion traten die Chiefs auswärts bei den „Brazilians“, den Mamelodi Sundowns, an.

Zwar gab es – wie in Südafrika üblich – keine strikte Fantrennung. Die Mehrheit in meiner Umgebung drückte allerdings eindeutig den Gästen die Daumen.

Je näher der Anpfiff rückte, desto mehr Menschen strömten ins Rund. Offiziell war das Stadion ausverkauft, viele Sitze hinter den Toren blieben jedoch frei.

Wie bereits beim Soweto-Derby wurden wieder Chiefs- beziehungsweise Vodacom-Fahnen geschwenkt. Ob darauf unbedingt ein Sponsor zu sehen sein muss, ist eine andere Frage. So etwas würde es in Deutschland im Fanblock bei einem Pflichtspiel vermutlich ebenso wenig geben wie die teilweise verkleideten Fans – Karnevalsvereine mal ausgenommen.

Es war erneut beeindruckend zu sehen, wie sich die Fans in Schale geworfen hatten. Einer sah verrückter aus als der nächste.

Neben den Fahnen wurden natürlich auch wieder die Vuvuzelas gespielt. Alle tanzten und feierten zu der Musik, die vom Stadion-DJ aufgelegt wurde. Gute Laune war überall zu spüren.

Nach dem Anpfiff flaute die Stimmung allerdings merklich ab. Wirklich laut wurde es nur bei den Toren. Ektase nach der Gästeführung – mit wehenden Fahnen und etwas Rauch. Dasselbe Bild dann auch beim Ausgleich der Sundowns auf der anderen Seite. Endstand: 1:1.

Für die Sundowns war das ein kleiner Rückschlag, denn das Ziel ist klar definiert: sich gegen die Pirates durchsetzen und Meister werden.
Außerdem gibt es noch die African Champions League zu gewinnen. Im Finale treffen die „Brazilians“ in Hin- und Rückspiel auf Rabat. Mal sehen, wie viele Titel am Ende eingesammelt werden können.

Nach dem Spiel ging es zurück zum Restaurant, um auf das vorreservierte Uber zu warten. (fj)