„REIFE(N)PRÜFUNG FÜR BAD VILBEL“
17.04.2026
Kreisoberliga Friedberg
Nidda-Sportfeld
Zuschauer: 197
BAD VILBEL – Es war alles angerichtet. Schon am Mittwoch und Donnerstag wurden Überstunden geschoben, um die frühe Abfahrt um 12 Uhr aus Schwechheim am Freitag zu ermöglichen. Das Stadion am Schönbusch in Aschaffenburg war das auserkorene Ziel, welches schon viel zu lange auf der To-do-Liste schlummerte.
Die rund 5 1/2-stündige Fahrt traten dann auch zwei Redakteure gemeinsam an. Die Vorfreude stieg mit jedem gefahrenen Kilometer, die Kasseler Berge sollten dann aber leider unser Endgegner werden.
Auf Höhe Hannoversch Münden meldete sich der Reifensensor. Hielt man das am Anfang noch für eine normale Routinekontrolle, kämpfte der Fahrer nach fünf Minuten bereits hart mit dem Lenkrad, und man rollte auf dem letzten Bar auf den nächsten Autohof.
Der Boxenstopp kostete uns dann ca. 2 Stunden Zeit, womit Aschaffenburg sein Comeback auf der To-do-Liste feierte. Ein Dank geht hier an Heiko’s Reifen- und Autoservice, der das Curtismobil wieder fit machte. (unbezahlte Werbung)
In der Wartezeit glühten die Handys, es wurde nach Alternativen gesucht, und ziemlich schnell fiel uns ein Kick ins Auge: Derby in Bad Vilbel.
Ein würdiger Ersatz – so konnte der FV Bad Vilbel in seiner Historie schon einige Erfolge feiern und spielte bis 2007 in der viertklassigen Oberliga Hessen. Nach einigen Auf- und Abstiegen findet man sich heute nur noch auf Level 8 im Ligabaum wieder, in der Kreisoberliga Friedberg. Aktuell belegt das Team aus der Quellenstadt den zweiten Platz, was Aufstiegsrelegation bedeuten würde.
Nachdem man sich mit Cevapi, Bratwurst und Binding gestärkt hatte, ging es für faire 3 Euro auf die sehenswerte Anlage. Das Nidda-Sportfeld liegt direkt am namensgebenden Fluss. Der Ground bietet einseitigen Ausbau, und sollte es regnen, gibt es auch ein Dach. Das angesprochene Catering übernimmt hier das balkanlastige Restaurant neben dem Vereinsheim.
Der SV Gronau war mit einigen pöbelwütigen Schlachtenbummlern angereist, machte hier von Anfang an ein gutes Spiel, verteidigte alles weg und konnte auch Akzente nach vorne setzen. Bad Vilbel biss sich regelrecht die Zähne aus und schaffte es kaum, gefährlich vor das Tor zu kommen. Nach einer dummen Tätlichkeit wurde es zu zehnt dann ab der 70. Minute noch schwerer.
Doch spätestens als der Gronauer Anhang in der Schlussphase hämisch wurde, bewies die Mannschaft Reife und Moral. Mit drei Toren in den letzten fünf Minuten schickte man die Gäste zurück in den Vorort.
Die gebuchte Unterkunft wurde dann in Aschaffenburg noch angesteuert. Über alles, was dann später im Biersepp noch passierte, hüllen wir den Mantel des Schweigens. (CvS)








