Moeni Pirates FC – Tabankulu Celtics FC – 0:1 / Mbabane Swallows FC – Young Buffaloes – 0:1

„VON DER SAFARI ZUM LÄNDERPUNKT“

01.05.2026
MTN Premier League
Mavuso Sports Centre
Zuschauer: ca. 700

MANZINI — Nachdem ich am Dienstag und Mittwoch im Krüger-Nationalpark beeindruckende Tiere beobachten konnte, war der Donnerstag für die Weiterreise nach Manzini in Eswatini eingeplant.

In meiner Unterkunft in Nelspruit wusste ich einen Tag vor dem „Reisetag“ immer noch nicht, wie ich dorthin gelangen sollte. Die Entfernung beträgt gerade einmal etwa drei Autostunden. Das Problem: Ich habe keinen Führerschein.

Meine Recherchen führten mich zu einem Taxi-Rank, von dem aus Minibusse täglich und kostengünstig in alle Richtungen fahren. Von dieser Idee wurde mir jedoch von drei unterschiedlichen Personen dringend abgeraten:

„Steig niemals in so einen Bus.“
„Geh auf keinen Fall zu einem Taxi-Rank.“
„Never, never taxi rank in South Africa.“

Also entschied ich mich für die sichere Variante. Option B: ein Shuttle-Service. Doch dieser meldete sich nicht mehr und der Donnerstag rückte immer näher.

Also blieb nur noch eine Lösung: tief ins Portemonnaie greifen und zwei Flüge buchen.

Am nächsten Tag brachte mich ein Shuttle zum Mbombela Airport, dessen Architektur mich sofort begeisterte. Doch mein Flug ließ auf sich warten – und wurde schließlich aufgrund katastrophaler Wetterbedingungen gestrichen. Glücklicherweise gelang eine Umbuchung auf den nächsten Airlink-Flug.

Anschließend irrte ich durch den riesigen Flughafen von Johannesburg, um das richtige Terminal zu finden. Mit viel Laufarbeit und freundlichem Vordrängeln an der Sicherheitskontrolle erreichte ich meinen Anschlussflug nach Manzini gerade noch rechtzeitig.

Am Tag nach meiner Ankunft veröffentlichte der Verein Young Buffaloes auf Facebook, dass am Freitag zwei Spiele im Mavuso Sports Centre stattfinden würden.

Der Weg zu einem weiteren Länderpunkt schien also frei – zumindest theoretisch. Denn zunächst brauchte ich noch eine Eintrittskarte. Eine Facebook-Seite listete mehrere Verkaufsstellen auf. Leider war ein Geschäft geschlossen und im nächsten wusste man von nichts.

Auch der QR-Code, über den man per WhatsApp ein Ticket bestellen konnte, funktionierte nicht.

Schließlich wurde ich an einer Tankstelle fündig – der Engine Filling Station, die ebenfalls auf der Liste stand. Dort erhielt ich erleichtert einen einfachen Kassenzettel.

Am Drehkreuz wurde dieser gegen ein Papierarmband eingetauscht. Endlich drin – endlich wieder Fußball!

In dem wunderschönen Stadion fanden, wie angekündigt, gleich zwei Partien statt.

Nachdem das erste Spiel mit 0:1 für die Tambankulu Celtics endete, überlegte ich kurz: Soll ich auch das zweite Spiel anschauen? Meine Entscheidung fiel auf „Ja“. Ein Spiel mehr für die Jahresstatistik, das Kombiticket war ohnehin bezahlt, und andere Pläne hatte ich nicht.

Außerdem war auch das zweite Spiel gut besucht. Auf der großen Haupttribüne versammelte sich eine lautstarke Fangruppe, die mit Vuvuzelas und Trommeln ihr Team, die Mbabane Swallows, unterstützte.

Auf der gegenüberliegenden Tribüne wurden Erinnerungsfotos mit Fans der Young Buffaloes gemacht.

Ein rundum gelungener Abend, der schließlich mit einem Auswärtssieg der Buffaloes endete. (FJ)