AC Omonia – AEL Limassol – 2:0

AC Omonia – AEL Limassol – 2:0

„EIN WENIG ZYPERN BRAUCHEN WIR ALLE“

31.10.2026
First Division
GSP Stadium
Zuschauer: 10.330

NIKOSIA – Die Mittelmeerinsel Zypern im heimischen Spätherbst – perfekt, um den Körper noch einmal mit ausreichend Vitamin D aufzustocken. Europäische Länder kann man jedes Jahr aufs Neue einbauen, ist ja alles kein großer Aufwand. Als Zwischenziel für die Tour bot sich der Besuch 1A an. Als dann die Terminierung auch noch einen Doppler in der ersten Liga beinhalten sollte, war ich schon vor Antritt der Tour höchst motiviert.

Doch immer der Reihe nach: Getrübt wurde die Laune von CHECK24. Die Angaben bei Enterprise, Alamo und National stimmten schlichtweg nicht. Bei Mietwagenbuchungen „gönne“ ich mir meistens für ein paar Euro mehr die Option „Im Terminal“ – es spart einfach Zeit und vor allem Geduld! Beim lesen der Beschreibung: Shuttlebus zur Station hätte ich es verhindern können, aber gut Fehler passieren. Im Endeffekt kostete es mich bei Abholung und Rückgabe jeweils circa 30 Minuten, aber Zeit ist nun mal Gold wert. Den Kia Picanto eingesackt und ab zum Strand. Nicht der beste, das ist mir bewusst, dennoch kann ich den „Public Beach“ bei Larnaca empfehlen. Welcher Groundhopper hat denn wirklich mal viel Zeit?

Nach dem Baden folgte die Crème de la Crème: Um 16:00 Uhr sollte das erste Spiel starten. Zuvor stand der FC Krasava Ypsonas auf dem Programm, ein von einem russischen Besitzer aufgekaufter Verein. Seit zwei Jahren kickt dieser in der höchsten zyprischen Spielklasse mit. Der Eindruck eines „Spielzeugs“ bestätigte sich dann auch im Stadion. Einzig und allein die Gäste von AEK Larnaca legten einen würdigen Auftritt hin. Ganze vier (!!) Mal meldete sich der VAR zu Wort – ein absoluter Graus in meinen Augen für den Fußball. Nervtötend und der Ablauf ist mindestens einmal verbesserungswürdig.

Die „Heimspiele“ des Vereins werden aktuell zum Auswärtsspiel: Die Erstliga-Partien werden im Ammochostos-Stadion ausgetragen, welches eigentlich die Heimat von Nea Salamis Famagusta ist. Der Tabellenführer AEK tat sich schwer und konnte erst in der zweiten Halbzeit den 2:0-Rückstand noch zu einem 2:2 ausgleichen. Ground abgehakt und weiter ging es.

Die 30-minütige Fahrt in Richtung Hauptstadt verging wie im Geisterverkehr. Linksverkehr: Ahoi! Es fühlt sich einfach komisch an, aber zum Glück klappte es gut. Das Auto auf einem der großen Parkplätze abgestellt und ab zum Ground.

Das Stadion fiel auf Anhieb positiv auf. Das aktuell größte Stadion der Liga bietet Platz für 22.589 Zuschauer. Besonders markant sind die rund geformten Aufgänge an den Seiten der Haupttribüne. Erinnerungen an das „Stadio Riviera delle Palme“ oder das wahrscheinlich bekannteste „San Siro“ werden wach. Einfach schön und ein echter Hingucker!

Das Polizeiaufgebot am Stadion versprach schon einiges, und nach dem Gang ins Stadion war klar: Der Heimblock und der Gästebereich waren gut gefüllt. Der Auftritt der Heimfans gefiel mir echt gut. Nach den miesen Erfahrungen eines Redaktions-Kollegen eine Woche zuvor stimmte mich der heutige Ablauf zufrieden.

Auf dem Rasen entwickelte sich das Gekicke zu einem munteren Spielchen. Die Hausherren waren aktiveren Akteure. Eine kleine Überraschung gelang den Gastgebern in meinen Augen: Das 2:0 zum Endstand war definitiv verdient. Damit rückte die obere Tabellenhälfte an diesem Spieltag enger zusammen und ich sah gleich zwei „Favoriten“ straucheln.

Nach Abpfiff ging es schnellen Schrittes zum Mietwagen. Die Unterkunft in Larnaca war das Ziel: ein Bett für ein paar Stunden, bis die Lieblings-Airline Wizz Air das nächste gebuchte Ziel anflog. Dazu in den nächsten Tagen mehr. (tp)

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