FC Lugano – Servette FC – 1:0
FC Lugano – Servette FC – 1:0
„WERKSTATT, ARBEITEN, SCHWEIZ, REPEAT“
03.09.2026
Ail Arena
Super League
Zuschauer: 5.755
LUGANO — Die Redakteure dieser wunderbaren Tageszeitung haben auch noch über 39 Stunden in der Woche eine zweite Aufgabe, der sie nachgehen müssen. In diesem Rahmen ist es auch möglich, diese beiden Tätigkeiten miteinander zu kombinieren. Somit ging es mit dem Auto von Schwechheim bis an die deutsche Grenze, wo wir unser Domizil für die nächsten Tage aufbauten.
Kurz hinter Karlsruhe merkten wir aber ein paar kleine Ungereimtheiten am Landboten-Mobil. Hinten rechts begann es zu pfeifen, wenn ich auf die Bremse drückte. Großes Kino, die Tour beginnt ja super! Direkt am nächsten Tag rief ich die Werkstatt in der näheren Umgebung an und keine 20 Minuten später war der Wagen auf der Rampe. Bremsklötze sind hinüber. Der erste Workaround für die nächsten 2.500 Kilometer wurde für’n Zwanni erstellt.
Damit ging es dann problemlos nach Rapperswil und Luzern. Am Donnerstag rief uns wieder die Autobahn in der Schweiz. Für die 260 Kilometer benötigten wir schlappe 4,5 Stunden, da wir immer wieder im Stau standen oder nur 80 km/h fahren durften.
Angekommen im wunderschönen Lugano meldete sich das Auto wieder. Beim Gasgeben fing es an zu „gluckern“. Was ist denn jetzt schon wieder?
Egal, erst mal Fußball und Panorama Amore!
Das Auto parkten wir irgendwo in der Nähe der neuen Ail Arena, die direkt neben dem alten Stadion errichtet wurde. Das Stadio Comunale Cornaredo besuchte ich vor fünf Jahren, daher war mir die Region auch bekannt. Damals ging es mit dem gleichen Auto noch weiter über Italien bis nach Rijeka und über Tschechien zurück nach Schwechheim.
Von alten Kamellen oder irgendwelchen Relikten ist hier am neuen Standort gar nichts mehr zu spüren. Das neue Stadion glänzt mit zwei überdimensionierten Anzeigetafeln und die Sitzschalen sind auch für einen gemütlichen Theaterabend konzipiert. Geld spielt hier also keine Rolle.
Das Team rund um Renato Steffen wurde im Sommer auch punktuell verbessert und ist bislang noch ungeschlagen. Gegen Servette sollte der fünfte Sieg in Folge eigentlich eingefahren werden, doch die Gäste kamen deutlich besser in die Partie und vergaben per Elfmeter den Führungstreffer.
In der zweiten Hälfte nahmen die Bianconeri Fahrt auf und spielten auf ein Tor, vergaben aber zahlreiche Chancen. Als wir mit dem Spiel schon abgeschlossen hatten, drückte Lugano das Leder mit der allerletzten Aktion über die Linie. 1:0, Sieg! Ekstase bei den „reichen Italienern“. 15 von 15 möglichen Punkten stehen auf der Anzeigetafel. Tabellenführer! Mit Lugano ist zu rechnen.
Nach dem Spiel ging es dann mit ordentlich Sound auf der Autobahn wieder zurück. Am nächsten Tag rief ich den gleichen Kollegen in der Werkstatt wieder an und keine zwei Stunden später war ich wieder an Ort und Stelle. Das Auspuffrohr wurde verdichtet und der nächste Zwanni wanderte in seine Hosentasche.
Top-Laden, danke für die Hilfe! Und ich kann spoilern: Das Auspuffrohr und die Bremse sind noch dran. (mb)












