FC Sion – FC Thun – 3:2
FC Sion – FC Thun – 3:2
„1.000 KM THUN DOCH NICHT WEH“
06.09.2026
Super League
Stade de Tourbillon
Zuschauer: 8.300
SION — Am letzten Tag unserer Tour ging es in den Kanton Wallis. Um 10:30 Uhr begeisterte uns das Stade des Grangettes vom FC Printse-Nendaz. Ein Ground mitten in den Bergen, der im August 2024 über die Alpengrenzen hinaus bekannt wurde, da YB vor 3.000 Zuschauern in der ersten Pokalrunde hier anreisen durfte. Wer auf Stadien mit Panorama steht, der sollte hier mal antanzen – es lohnt sich!
Danach nahmen wir noch einen weiteren Kick in der Region mit und tankten das Auto voll, da es momentan günstiger ist, in der Schweiz zu tanken als im Schwechheimer Land. Kurz danach stellten wir unser Auto im Parkhaus „Hopital“ ab und marschierten zum Stadion. Bei der Ticketbeschaffung schluckten wir schon angesichts der Preise, aber vor Ort sind wir dann sprichwörtlich fast vom Stuhl gefallen. Die französischsprachigen Schweizer verlangen für eine 0,3er-Cola fünf Franken und wollen für ein Wiener Würstchen im Baguette schlappe acht Franken haben. Einen Grill gibt es hier nicht. Etwas „frischeres “ gibt es nur vor dem Stadion, da kann man für 15 Franken einen Dürüm ordern. Stabile Preise! Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Einwohner hier das Geld so raushauen, denn an den Verkaufsbuden ist fast nichts los. Einzig das Bier wird hier ordentlich konsumiert, denn dieses hat fast den gleichen Preis wie in der deutschen Bundesliga.
Kurz vor Anpfiff setzten wir uns auf die begehrten Schattenplätze, denn die Sonne gab bei 30 Grad Vollgas. Pünktlich zum Einlaufen gingen im Gästeblock auch die ersten Fackeln hoch.
Relativ schnell gingen die Fackeln wieder an, da Thun in Führung ging. Zwölf Minuten später glich Sion aus und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Kurz vor der Pause flog ein Spieler von Sion nach einer dummen Aktion vom Platz. Eigentlich hätte Thun das nutzen müssen, aber Sion ging nach der Pause in Führung und spielte mit zehn Mann eigentlich besser als zuvor. Thun gab aber nicht auf und glich in der 71. Minute aus.
Alle hatten sich schon mit einem Remis abgefunden, bis es die letzte Ecke für Sion gab. Ecke, Kopfball, Tor! Ekstase im Stade de Tourbillon.
Kurz danach war das packende Spiel zu Ende und wir verließen zufrieden das Stadion. Beide Szenen lieferten ab. Sions Kurve hatte eine stabile Lautstärke, sie zündeten beim 2:2 und die Kurve des Schweizer Meisters war sowohl gesanglich als auch optisch stark unterwegs. Im Großen und Ganzen kann man dies für die meisten Fanszenen in der 1. Liga sagen. Die Qualität ist schon gut für so ein kleines Land.
Aus der Schweiz ging es dann mehr als 1.000 Kilometer zurück nach Schwechheim. Dieser Weg war besonders in der Schweiz nicht so einfach, da keine 50 Kilometer hinter Sion die Autobahn gesperrt war. Allgemein hatten wir in dieser Woche sehr viel Verkehr, viele Staus und Probleme mit der Geschwindigkeitsanzeige. Wir wussten oft nicht, wie schnell wir fahren durften. Diese Info ist in der Schweiz besonders wichtig, da es ab 1 km/h zu schnell richtig teuer wird.
Um 04:30 Uhr stellten wir das Schwechheimer Mobil im Schwechheimer Weg ab und gingen zufrieden ins Bett. Drei Stunden später schellte natürlich schon der Wecker, denn schlafen kann man später. Die Pflicht rief! (mb)










