Siwelele FC – Durban FC – 2:2

Siwelele FC – Durban FC – 2:2

„ENGLISCHE WOCHE IN SÜDAFRIKA“

05.05.2026
Southafrican Premier Division
Dr. Petrus Molemela Stadium
Zuschauer: circa 450

BLOEMFONTAIN – Englische Woche in Südafrika. Eigentlich war der Plan, sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch Fußball in Pretoria zu schauen. Leider wurde das Dienstagsspiel dann nach Bloemfontein verlegt. Nicht etwa in das ominöse WM-Stadion, sondern in das etwa 25.000 Zuschauer fassende Dr.-Petrus-Molemela-Stadion.
Somit stieg ich an der Haltestelle Midrand in den Sleepliner und fuhr eine gefühlte Ewigkeit durch Regen und Gewitter nach Bloemfontein.

Dort angekommen, versuchte ich ein Bolt zu bestellen. Vergeblich, denn auch nach mehreren Versuchen konnte kein Fahrer gefunden werden.

Stattdessen rief ich einen Taxifahrer über WhatsApp an. Fünf Minuten später war ich auf dem Weg zum Ground.

Das Stadion liegt quasi direkt in einem Township. Die Idee, dass mich der Taxifahrer nach dem Spiel acht Minuten vom Stadion entfernt abholt, fand er nicht so gut.

„Wenn die Leute einen Weißen sehen, denken sie, dass der viel Geld hat und dass es bei dem viel zu holen gibt.“

Stattdessen wurde als Abholort der Stadioneingang vereinbart – zugegebenermaßen die deutlich sinnvollere Option. Dass man an einem Spieltag allerdings problemlos die Straße direkt am Stadion befahren kann, war mir vorher nicht bewusst.

Somit ging es auch direkt vor dem Stadioneingang raus und ab in den Ground.

Die Sitze des Stadions erinnerten sofort an die Arena in Düsseldorf – schön bunt. Gefüllt waren die meisten Plätze allerdings nicht. Nur etwa 450 Personen fanden den Weg ins Stadion.

Die meisten von ihnen standen auf der Tribüne hinter einem der Tore.
Am Zaun angebracht war eine Zaunfahne mit der Aufschrift: „BISHOP STAND • HELA YALO“. Und der Mob war motiviert. Das ganze Spiel über wurden schöne Lieder gesungen und ihr Verein Siwelele würdig unterstützt. Der Auftritt erinnerte fast schon an europäische Ultras.

Nachdem Siwelele zuletzt die Kaizer Chiefs besiegen konnte, ging es nun gegen den Verein, bei dem ich vor Kurzem noch den Länderpunkt gemacht hatte: Durban FC.

Und das Spiel war durchweg unterhaltsam. Viele Chancen und am Ende vier gerecht verteilte Tore. Endstand: 2:2.

Nach dem Spiel wurde ich wie erwähnt vor dem Stadiontor abgeholt und zur Unterkunft gebracht.

Am nächsten Tag wählte ich statt des Busses das etwas komfortablere Flugzeug, um nach Johannesburg zurückzukehren. (fj)

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