FC Thun – BSC Young Boys Bern – 0:6

FC Thun – BSC Young Boys Bern – 0:6

„HISTORISCHE DERBYPACKUNG“

01.08.2026
Super League
Visana Stadion
Zuschauer: 10.000

THUN – Nur vier Tage nach dem Champions-League-Qualifikations-Aus bei Dinamo Zagreb stand für den FC Thun am vergangenen Samstag bereits die nächste harte Prüfung an. Ausgetragen werden sollte nichts Geringeres als das Berner Derby.

Doch zunächst war äußerst fraglich, ob die Reise überhaupt angetreten werden konnte. Kopfschmerzen und erhöhte Temperatur waren schließlich nicht die besten Voraussetzungen für eine anstrengende Tour mit einer Zugfahrt über Nacht.

Letztendlich war jedoch bereits alles gebucht und die Motivation kannte keine Grenzen, sodass ich gegen 22:30 Uhr bereits im Zug in Richtung Süden saß.

In Freiburg wurde eine Reisepause für eine Stadtbesichtigung genutzt, ehe mich der FlixBus am Nationalfeiertag der Schweiz zunächst nach Bern und die SBB anschließend nach Thun beförderten. Auch hier durfte natürlich ein Rundgang durch die schöne Stadt am Thunersee nicht fehlen.

Nun war aber alles angerichtet für das Derby! Das Stadion war mit 10.000 Zuschauern ausverkauft. Karten konnte man dennoch spontan erwerben.

In den Fanblöcken wurden bereits die Choreografien vorbereitet, während hinter der Tribüne ein beeindruckendes Bergpanorama für eine besondere Kulisse sorgte.

Die Sonne ging nun langsam unter und auf beiden Seiten wurden die aufwendig vorbereiteten Choreografien präsentiert.

Die Thuner zelebrierten noch einmal ihren historischen Meistertitel aus der vergangenen Saison. Nach dem Aufstieg in die Super League war der FC Thun sensationell Schweizer Meister geworden. Auf der Choreografie waren das Wort „Historisch“ sowie die Spieler der Meistermannschaft zu sehen.

Im Gästeblock gab es ein Chaos-Intro mit einem Satz auf Schweizerdeutsch:

„WE DI WOSCH LA TRIBE – MUESCH ZERSCH CHÖNNE LA GA“

Übersetzt bedeutet das: „Wenn du sie loswerden willst, musst du zuerst loslassen können.“

Außerdem kamen Konfettikanonen, Luftschlangen, Klatschstangen, Fahnen, Schals, Luftballons und Pyro-Elemente wie gelber Rauch und Fackeln zum Einsatz. Zusammen mit den lauten Gesängen im Block ergab sich ein äußerst eindrucksvolles Bild.

Daran sollte sich auch während des Spiels nichts ändern. Die YB-Fans unterstützten ihr Team bedingungslos, zündeten immer wieder Pyrotechnik und zeigten einen Auftritt, der einem Derby absolut würdig war.

Das Spiel selbst lief allerdings ebenfalls mehr als optimal für die Gäste. Bereits nach zehn Minuten stand es 0:1 für YB. Zur Halbzeit war die Partie beim Stand von 0:3 bereits vorentschieden. Auch in der zweiten Halbzeit ging es fast ausschließlich in Richtung des Thuner Tores. Am Ende stand ein deutliches 0:6 auf der Anzeigetafel. Was für eine Packung!

Daran ändern konnte auch die Nummer 33 der Thuner nichts: Marc Gutbub. Sein Kollege saß während des Spiels neben mir auf der Tribüne und unterstützte den FC Thun lediglich aufgrund seiner Verbundenheit zu seinem FCT-Kollegen.

Als Dank für meinen Besuch schenkte er mir seinen FC-Thun-Seidenschal – inklusive Unterschrift des Spielers. Vielen Dank dafür!

Nach dem Spiel ging es zurück ins Hotel, um mich zumindest ein wenig gesund zu schlafen. (fj)

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