FC Lausanne-Sport – Servette FC – 0:1

FC Lausanne-Sport – Servette FC – 0:1

„DERBY DES GRAUENS“

13.09.2026
Super League
Stade de la Tuilière
Zuschauer: 8.712

LAUSANNE – Am Samstag in aller Früh ging es mit der Bahn von Schwechheim in Richtung Schweiz um die Super League zu rekomplettieren.

Wider Erwarten wurde Basel pünktlich erreicht und mit einem weiteren Umstieg in Zürich erreichte man ebenso pünktlich Lugano,
wo der FC im Spitzenspiel YB zu Gast hatte. Kollege (mb) berichtete ja kürzlich aus Lugano und so springen wir gleich weiter zum
Sonntag, wo das „Derby de Lac Léman“ in Lausanne auf dem Plan stand.

Gegen Mittag ging es in die mit knapp 150.000 Einwohnern viertgrößte Stadt der Schweiz. Nach einem kurzen Stadtbummel hieß die nächste Station: „Stade de la Tuilière“, welches vom siebenmaligen schweizer Meister FC Lausanne seit November 2020 bespielt wird. Vorher kickte der Verein im „Stade Olympique de la Pontaise“. Das Stade de la Tuilière fasst 12.500 Zuschauer und ist für die Schweiz vollkommen ausreichend. Zum Derby gegen Servette FC waren 8.712 Zuschauer vor Ort, aber nicht alle auf den Tribünen.

Dass Gäste diesem Spiel beiwohnen dürfen entschied sich erst sehr kurzfristig und das auch nur unter Auflagen wie Anreise im
Extrazug und Bus-Shuttle vom Bahnhof zum Stadion. Geschuldet waren diese Maßnahmen diverser Eskalationen bei den letzten Derbys. Im Stadion sah auch erstmal nichts nach Derby aus. Der Gästeblock verwaist und auch in der Heimkurve Stimmung wie beim Kaffeekränzchen.

Zum Spielbeginn blieb der Gästeblock leer und auch die Heimfans verließen nach 2 Minuten ihren Bereich. Schwenk- und Zaunfahnen hatten sie vorher fein säuberlich auf den Boden gelegt, so dass auf eine spätere Rückkehr gehofft werden konnte. Die Stimmung während der ersten Halbzeit war ähnlich wie die Leistung eines Hamburger Bundesligisten beim Spiel des 10. gegen den 12. in dieser Zwölfer-Liga. Nach gut 30 Minuten betraten einige Gäste ihren Bereich um dort eine Tapete mit der Aufschrift „Freiheit für die Ultras“ anzubringen. Anschließend ging es wieder aus dem Block. Auf Heimseite gab es eine Tapete: „Gefüllte Gästeblöcke für lebendige Stadien“

In der Pause eskalierte dann die Situation hinter dem Gästeblock und es gab reichlich Pfeffer gegen die Gäste aus Genf. Einige Genfer versuchten anschließend aus dem eingezäunten Bereich hinter dem Block auszubüchsen, wurden aber von der Staatsmacht abgefangen und wieder zurückgeschickt. Danach war klar, dass mit Aktivitäten der Ultras heute nicht mehr zu rechnen war.

Das Spiel plätscherte in Halbzeit zwei vor sich hin und Genf traf mit VAR-Einsatz nach einer knappen Stunde vom Punkt ins Tor.
Auf Heimseite gab es noch weitere Spruchbänder gegen Kollektivstrafen und irgendwann wurde dieses Trauerspiel dann abgepfiffen.

Immerhin ist die Super League wieder komplett. (st)

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