Rot-Weiß Oberhausen – SC Wiedenbrück – 2:1

Rot-Weiß Oberhausen – SC Wiedenbrück – 2:1

„MANTAPLATTE, BIER UND RWO – DER SCHÖNE REGIONALLIGA SAMSTAG“

21.03.2026
Regionalliga West
Stadion Niederrhein
Zuschauer: 4.026

OBERHAUSEN — Ich habe in meinem Leben schon den einen oder anderen Ground besucht und war auch schon des Öfteren in Nordrhein Westfalen unterwegs, aber nach Oberhausen hat es mich bislang noch nie verschlagen. Weder war ich bisher in der sogenannten Einkaufsstadt, noch im Stadion Niederrhein. Dank der Bundesliga Terminierung sollte sich dieser Makel im virtuellen Informer nun endlich in Luft auflösen.

Aufgrund der gestiegenen Spritpreise ging es bereits um neun Uhr von Schwechheim aus in Richtung Oberhausen. Vor Ort tankten wir das Auto für unfaire 2,14 Euro und stellten es anschließend am Schloss ab. Dort kann man drei Stunden für drei Euro parken und erreicht nach einem etwa zehnminütigen Spaziergang entlang des Kanals das Stadion. An der Tageskasse hatte eine Dame vor uns einen Gutschein für den Sitzplatzbereich, wollte jedoch lieber in die Emscherkurve zu ihren Freunden. Diesem Wunsch kamen wir natürlich nach, kauften ihr das Stehplatzticket ab und nutzten im Gegenzug den Gutschein selbst. Am Ende haben alle gespart und waren zufrieden. Oberhausen, was will man mehr? Eine Mantaplatte! Die Kombination aus Currywurst und Pommes ist in Nordrhein Westfalen schließlich Pflicht. Wenn man schon keine Lokalität für den legendären Taxiteller besucht, dann gehört die Mantaplatte einfach dazu. Dazu gab es noch ein Pils in die andere Hand und schon ging es ins Stadion.

Dort trafen wir auf bekannte Gesichter, die offenbar die gleiche Idee hatten wie wir. Groundhopper ticken eben oft ähnlich. Bei herrlichem Wetter betraten die Spieler um 14 Uhr den Platz und wurden von ihren Fans begrüßt. Die folgenden 90 Minuten waren allerdings eher überschaubar. Ein typisches Regionalliga Spiel: Der Favorit erzielte zwei Treffer und verwaltete die Partie bis in die Nachspielzeit. In der 93. Minute gelang Wiedenbrück noch der Anschlusstreffer, doch mehr war nicht mehr drin. Unterm Strich ein verdienter Sieg für die Hausherren im Stadion Niederrhein. Am Ende wird Wiedenbrück wohl den Gang in die nächste Liga antreten müssen, während Oberhausen erneut als Zweiter abschließen dürfte. Eine Rückkehr in den eingleisigen Profifußball hätte der Standort definitiv verdient. Selbst bei einem solchen Regionalliga Spiel fanden dank der School Days Aktion über 4000 Zuschauer den Weg ins Stadion.

Der Standort am Kanal und diese nostalgische Spielstätte gehören einfach in die dritte Liga. Wir vom Schwechheimer Landboten wünschen RWO viel Erfolg und kommen sicher wieder. Denn Currywurst, ehrlicher Fußball und ein gutes Bier, das mögen wir! (mb)

VfB Homberg – Rot-Weiß Oberhausen – 1:2

VfB Homberg – Rot-Weiß Oberhausen – 1:2

“WER HAT AN DER UHR GEDREHT”

15.11.2025
Niederrheinpokal
PCC-Stadion
Zuschauer: 2.000

DUISBURG – Länderspielpausen sind einfach nervig. Das hat sich damals vermutlich auch Ebby Kleinrensing aus Duisburg gedacht, als er nicht auf die Insel reisen konnte, um sein geliebtes Nottingham Forest in der Premier League zu sehen. Ob er sich dann die Länderspiele vor dem TV angeschaut hat oder stattdessen den Amateurfußball vor der eigenen Haustür verfolgte, bleibt offen.

Ich persönlich habe mich spontan für eine Reise ins Ruhrgebiet entschieden.
Eigentlich sollte es zum Pokalspiel FC Büderich – Wuppertaler SV (1:0) gehen. Doch leider wurde der Wecker nicht gehört, und es ging erst gegen 07:00 Uhr mit dem Deutschland-Ticket aus Schwechheim los.
Da eine pünktliche Ankunft dadurch nicht mehr möglich gewesen wäre, entschied ich mich alternativ für das Pokalspiel zwischen dem VfB Homberg und Rot-Weiß Oberhausen.

Nachdem auch noch mein Anschlusszug ausgefallen war, musste ich mir zusätzlich ein Ticket für den FlixTrain kaufen.

Duisburg wurde dann jedoch pünktlich erreicht, und es folgte ein Besuch bei einem Schnellimbiss, um einen Taxi-Teller zu testen.
Gut gestärkt ging es anschließend in den Ground und auf die gut gefüllte Haupttribüne. Offensichtlich waren viele Anhänger des MSV Duisburg vor Ort, um sich den Auftritt des Reviernachbarn nicht entgehen zu lassen.

Aber auch die Fans aus Oberhausen waren zahlreich vertreten, der Gästeblock war komplett ausverkauft. Die Fanszene trat hinter einer breit gezogenen rot-weißen Fahne auf und verzichtete vollständig auf Gruppenmaterial. Die Lautstärke war zeitweise durchaus ordentlich.

Spielerisch hielt Homberg gut dagegen und forderte den Gast heraus. Somit brauchte es den Ex-Bundesliga-Profi Moritz Stoppelkamp, der den Unterschied machte. Binnen zwei Minuten (38./40.) schnürte er einen Doppelpack und sorgte für eine 0:2-Halbzeitführung. In den zweiten 45 Minuten fiel zwar noch der späte Anschlusstreffer (81.) durch Luca Thissen, doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen, sodass der Favorit ins Viertelfinale einzog.

Für mich ging es im Anschluss weiter ins Ruhrstadion nach Mülheim, um den Tag mit einem Doppler abzuschließen. (fj)