TuS Esens – SFN Vechta 2:2
„ZU BESUCH IN DER ALTEN HEIMAT”
01.03.26
Landesliga Weser-Ems
Stadion an der Peldemühle
Zuschauer: 150
ESENS – Wenn die eigene Mutter Geburtstag hat und gleichzeitig noch in Rente geht sind das gute Gründe, sich mal wieder in der alten Heimat blicken zu lassen. Nach reichlich Ostfriesentee und Kuchen sollte aber am Sonntag noch gehoppt werden, wobei sich die Spielauswahl in Grenzen hielt. Wie auch andernorts in Norddeutschland fielen nach dem langen Winter reihenweise Partien mangels ordentlicher Vorbereitung aus.
Letztendlich entschied ich mich für Wilhelmshaven und verließ damit sogar Ostfriesland. An der Freiligrathstraße war die Zwote von Frisia auf dem Kunstrasen und im Anschluss das Pokalspiel der 1. Herren auf dem Hauptplatz mit Tribüne angesetzt. Eigentlich wunderbar, doch mit Vorsicht zu genießen. Denn normalerweise teilt sich Frisia das Jadestadion mit dem SV Wilhelmshaven und Spiele auf Rasen im Friesen-Stadion sind selten.
Leider kam es genauso. Keine gekreideten Linien und auf Nachfrage wurde “heute zweimal Kunstrasen, na klar” bestätigt. Schade Schlicktown. So fuhr ich nach dem ersten Kick zurück “über die Grenze” von Friesland nach Esens zum Turn- und Sportverein. Das Stadion an der schönen Peldemühle wurde in den Coronajahren grundlegend saniert und eine Plastikwiese verlegt, sodass dem Spiel gegen die “Sportfreunde Niedersachsen” aus Vechta definitiv nichts im Wege stand. Der ein oder andere dürfte das Stadion im Rahmen des Hopperspiels in Halbemond gekreuzt haben.
Aktuell kicken die Bärenstädter in der Landesliga Weser-Ems und kämpfen im 100. Vereinsjahr gegen den Abstieg in die Bezirksliga Weser-Ems 1. Übrigens ist die wiederum nur zu empfehlen, denn fast alle Grounds verfügen über eine Tribüne oder zumindest einen Unterstand. Angesichts der vielen kargen Kunstrasen-Käfige in Schwechheim eine echte Wohltat.
Neben Plattdeutsch am Stankett und dem üblichen Flaschen(industrie)bier gab es auch heute die Wurst stilecht mit Toastdreieck serviert. Was will man mehr? Ach ja, Fußball! Esens legte durch Wübbenhorst vor und erhöhte trotz Unterzahl ab der 35. Minute sogar auf 2:0 im zweiten Durchgang. Erst danach wachten die Gäste aus dem Oldenburger Münsterland auf und markierten zunächst in der 89. Minute den Anschlusstreffer.
Es kam dann, wie es kommen musste. Nach einem Freistoß drückte Vechta aus dem Gewühl heraus mit der letzten Aktion den Ball über die Linie. Ausgleich, Abpfiff. Riesenjubel, aber mit neun Punkten aus 15 Spielen für die Gäste auch kein richtiger Schritt vorwärts. Vor meiner Abfahrt Richtung Schwechheim genoss ich noch ein paar Tassen Tee und rundete damit das Wochenende in “Ostfreesland” ab, was sich immer wie ein Kurzurlaub anfühlt. “Bit anner Mol!” (hr)








