SSV Vorsfelde – FC Germania Bleckenstedt – 1:1
“ACHT TAGE ZU SPÄT IN WOLFSBURG”
15.03.2026
Landesliga Braunschweig
Drömlingstadion
Zuschauer: Circa 330
WOLFSBURG – wer als HSV-Fan im März nach Wolfsburg gefahren war, dürfte mit guter Laune zurück nach Hamburg gereist sein. Denn vor exakt acht Tagen konnten die „Rothosen“ den Abstiegskracher für sich entscheiden.
Ich erreichte Wolfsburg quasi acht Tage zu spät. Beim Auswärtserfolg der Rauten war ich auf Gran Canaria unterwegs. Und da am vergangenen Sonntag noch nichts im Kalender stand, suchte ich mir einen Doppler in der genannten Autostadt heraus.
Mit dem Deutschland-Ticket wählte ich eine kostengünstige Anreise und erreichte Wolfsburg pünktlich. Zunächst spazierte ich zum Porschestadion, wo zum Auftakt des Tages ein U19-Kick der Wölfe gegen den FC Heidenheim stattfand.
Da der Ground nichts Besonderes bot, war ich froh, zufällig einen anderen Hopper aus Meppen getroffen zu haben, den ich letztes Jahr in Portadown kennengelernt hatte. Dementsprechend schnell verging das Spiel, welches am Ende 2:0 für den VfL endete.
Nach dem Spiel brachte mich der Linienbus Richtung Vorsfelde. Der Ortsteil von Wolfsburg ist ein ehemaliges Dorf und liegt etwa vier Kilometer vom Wolfsburger Stadtzentrum entfernt. So erreichte ich das „Drömlingstadion“, welches direkt an der Aller liegt, just in time – ein paar Minuten vor Anpfiff.
Beim Thema Catering staunte ich nicht schlecht. Aus einem Foodtruck wurde zu fairen Preisen Pizza verkauft. Es gab Bratwürste, Waffeln, Kuchen, diverse Biersorten und für mich eine ganz neue Erfahrung: Poffertjes. Das pfannkuchenähnliche Gebäck in Münzgröße wollte ich schon immer einmal probieren und ließ mir diese Gelegenheit nicht entgehen.
Statt Nutella entschied ich mich für Puderzucker und verzehrte die sechs Teile mit Genuss.
Das Spiel verfolgte ich aus allen möglichen Perspektiven und entdeckte dementsprechend ganz unterschiedliche Leute. Einer von ihnen trug eine Vorsfelde-Kutte, der nächste einen Fanschal. Ein paar Kinder bepöbelten Spieler, andere traten auf dem Bolzplatz nebenan selbst gegen den Ball.
Auf der Tribüne wurde reichlich Bier getrunken und ich gönnte mir eine leckere Salami-Pizza.
Das Spiel war intensiv. Nach einer vorausgegangenen Führung der Gäste konnte „die Wildsau“ durch einen gerechtfertigten Foulelfmeter ausgleichen.
In der Crunchtime ging es hin und her. Beide Mannschaften wollten den Sieg und erarbeiteten sich Torchancen. Am Ende sollte es jedoch eine 1:1-Punkteteilung geben.
Nach dem Spiel spazierte ich an der Aller entlang, vorbei an dem Stadion, in dem der HSV vor acht Tagen noch einen Auswärtssieg feiern konnte. Zwar war im AOK-Stadion bereits das Flutlicht an, da um 18:30 Uhr noch die Frauen des VfL spielten. Da der Ground allerdings bereits besucht wurde und es mit der Heimreise zu riskant gewesen wäre, wurde das Spiel geskippt.
Somit ging es mit zwei neuen Grounds in der Tasche zurück nach Hamburg. (fj)















