Luxemburg – Malta – 3:0

Luxemburg – Malta – 3:0

„ES GIBT IMMER EINEN GRUND FÜR FUSSBALL – PART 2“

31.03.2026
UEFA Nations League Playoff
Stade de Luxembourg
Zuschauer: 9.113

LUXEMBURG — Vor rund drei Wochen dachte ich mir: Warum willst du nur das Hinspiel auf Malta gucken, wenn du auch zum Rückspiel fahren kannst? Nach einer kurzen Rücksprache mit meiner Frau und ihrer Empfehlung, mit der Bahn zu fahren, buchte ich diese Tour.

Somit ging es heute Morgen für faire 18,87 Euro von Schwechheim nach Köln und von dort mit dem „Sozialschlauch“ direkt weiter nach Trier, wo ich meine Sachen im Hotel eingeschlossen habe. Die Zeit wurde natürlich effektiv genutzt, und ich konnte auf der Arbeit einiges schaffen. Man kommt im wahrsten Sinne des Wortes mal voran, wenn man Teams auf „Nicht stören“ stellt und niemand einen kontaktieren kann oder möchte.

Zufrieden mit meiner Arbeitsleistung fuhr ich mit dem luxemburgischen RE rüber ins Land der Mettwurst. Da dort der ÖPNV kostenlos ist, blieb es bei einer Gesamtsumme von 18,87 Euro für den Hinweg.

Überpünktlich erreichte ich das Stadion und konnte mein Print-at-Home-Ticket gegen ein Hardticket umtauschen, da mein Drucker keine schwarze Farbe mehr hat und ich sonst Probleme mit dem QR-Code bekommen hätte.

Im Stadion folgte ich meiner Nase zum Wurststand und gönnte mir eine leckere Mettwurst. Zum perfekten Luxemburg-Dinner gab es noch ein Bofferding auf die Hand. Ich war sehr zufrieden, und rund eine Stunde später war das Stadion dann auch fast ausverkauft, während die Spieler bereits für ihre Hymne bereitstanden.

Der deutsche Schiedsrichter Siebert pfiff die Partie an, und auf dem Rasen sah es ähnlich aus wie im Hinspiel. Malta vergab eine Großchance und kassierte wenig später das 1:0. Luxemburg hätte kurz vor der Pause endgültig den Deckel draufmachen können, doch den Elfmeter in der Nachspielzeit vergab der Paulianer Daniel Sinani kläglich.

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff machte er seinen Fehlschuss wieder wett und erzielte nach einer sehenswerten Kombination das 2:0. Kurze Zeit später musste ein Malteser vorzeitig vom Platz, und danach war die Motivation der Gäste gebrochen. Luxemburg spielte sich unter tosendem Applaus in einen Rausch und gewann am Ende verdient mit 3:0.

Unterm Strich heißt es:
Luxemburg Liga C
Malta Liga D

Zufrieden verließ ich nach exakt null Sekunden Nachspielzeit das Stade de Luxembourg und stieg in die Tram zum Gare. Von dort ging es unkompliziert und kostenfrei zurück nach Trier.

Mir hat der Besuch sehr gut gefallen. Besonders cool fand ich den organisierten Support der Luxemburger. Sie sorgten für gute Stimmung und nahmen das gesamte Publikum mit. Ob es so etwas jemals wieder bei der deutschen Nationalmannschaft geben wird, wage ich zu bezweifeln.

Das Stadion selbst finde ich für einen Neubau echt gelungen. Die Sitzschalen im durchgehenden Rang sind in den Farben der Landesflagge gehalten, und man hat von überall eine gute Sicht. Mit seiner Größe ist es ideal für die Nationalmannschaft: nicht zu groß und nicht zu klein. Außerdem kann man sich auf drei von vier Seiten frei bewegen, was ein paar nette Nebeneffekte mit sich bringt.

Mein Resümee über die beiden Spiele fällt durchweg positiv aus. Mittlerweile schaue ich wieder öfter Länderspiele und kann mich dafür auch wieder begeistern. Ob man jedoch ein Playoff-Spiel zwischen den untersten Ligen weit nach der Gruppenphase benötigt, ist eine andere Frage. (mb)

Malta – Luxemburg – 0:2

Malta – Luxemburg – 0:2

„ES GIBT IMMER EINEN GRUND FÜR FUSSBALL – PART 1“

26.03.2026
UEFA Nations League Playoff
Ta‘ Qali National Stadium
Zuschauer: 9.467

TA‘ QALI — Meine Schwiegermutter wünschte sich im vergangenen Jahr eine kleine Reise mit uns über ihren 70. Geburtstag. Diesen Wunsch erfüllten wir ihr natürlich und buchten am Black Friday 2025 Flüge vom Schwechheimer International Airport nach Malta. Vor Ort hatten wir von Sonntagabend bis Donnerstag eine sehr schöne Zeit. Die Insel hat sehr viel zu bieten und man kann dort nicht nur unendlich viele Steine, sondern auch wunderschöne Lagunen und Grotten bestaunen. Am Ende der Tour stand dann standesgemäß auch ein Event rund um das runde Leder an.

Im Nationalstadion wurde das Playoffspiel der UEFA Nations League zwischen Malta und Luxemburg angesetzt. Der Grund für diese Konstellation ist kurios: Die Gruppenphase der UEFA Nations League wurde Ende 2024 beendet und Luxemburg wurde in Liga C Letzter. Malta schaffte sensationell den zweiten Platz von drei Teams in seiner Gruppe in Liga D. Dementsprechend dürfen die beiden Mannschaften rund eineinhalb Jahre später gegeneinander antreten, damit im September 2026 auch wirklich klar ist, wer in Liga C oder D antreten darf. Anders gesagt: Die UEFA hat einen Weg gefunden, damit diese beiden Teams gegeneinander spielen können. Ein normales Länderspiel wäre ja auch zu langweilig.

So trudelten wir rund eine Stunde vor Anpfiff am Stadion ein und gingen zügig auf unsere Plätze, da sich eine einzelne Wolke zu entladen drohte. Links neben uns wurden rund 300 gut angeheiterte Luxemburger platziert, die ihre Mannschaft über 90 Minuten lautstark unterstützten. Top Leute! Zwei von ihnen verfolgten das Spiel allerdings die gesamte Zeit am Verkaufsstand, da man dort schneller an ein frisches Getränk kam.

Auf der Heimseite gab es zum Anpfiff eine Choreografie, die es auch schon bei anderen Heimspielen Maltas gegeben hatte. Sah trotzdem gut aus, auch wenn durch den Wind einiges durcheinandergewirbelt wurde.

Nach einer kurzen Wartezeit ging das Spiel dann los. In der ersten Hälfte hatte Malta zwei gute Chancen, traf jedoch nur den Pfosten. Kurz nach der Pause erzielte Luxemburg das 1:0 und konnte nach einer direkt verwandelten Ecke kurz vor Schluss sogar auf 2:0 erhöhen. In der Folge verließen gefühlt 9.000 Zuschauer das Stadion. Um kurz nach 20 Uhr war nach 101 Minuten Fußball schließlich Schluss. Die mitgereisten Fans feierten ihre Mannschaft frenetisch und wir verabschiedeten uns ebenfalls vom Nationalstadion.

Dieses macht optisch einiges her: eine überdachte Tribüne, auf der wir saßen, zwei Kurven und eine Haupttribüne mit Dach, die exklusiv für VIPs vorgesehen ist. Insgesamt ein optisch durchaus besonderes Stadion.

Die beiden Teams sehen sich am 31.03.2026 zum Rückspiel wieder und der Schwechheimer Landbote wird auch von diesem Spiel exklusiv berichten, da sich der Verfasser dieser Zeilen diesen „Nations League Clash“ nicht entgehen lassen möchte. Freut euch morgen auf ein paar weitere Zeilen aus Luxemburg. Stay tuned. (mb)